Philipp Nathanael Stubbs

Das Imperium Der Puppen

28.06.2020

Den Knopf in seiner Hand zu drücken, würde das Ende der Welt bedeuten. Nun, es ist nicht seine Welt. Und bevor jemand kommt, der sich mit sowas gar nicht auskennt…

Künstliche Intelligenz im viktorianischen England? Irgendwie ist Graham dafür verantwortlich. Nicht für die Mechanisatoren, die von echten Menschen kaum zu unterscheiden sind, sondern dafür, dass deren künstliche Intelligenz es für eine gute Idee hält, die Menschheit auszurotten.

Davon ahnt er natürlich nichts, als er 150 Jahre später geboren wird. Und auch die ersten dreißig Jahre des Business Analytikers (Sie wissen schon: Gut mit Mathe, schlecht mit Menschen) verlaufen relativ ereignislos. Das ändert sich schlagartig, als er - von einer Gruppe Schläger verfolgt - durch eine uralte Tür stolpert, die da vor einer Minute noch gar nicht war und sich in einem London wiederfindet, das es seit anderthalb Jahrhunderten nicht mehr geben dürfte. Als dann noch sein bester Freund versucht, ihn umzubringen und er im ehrlichen Zweikampf von einer Kakerlake besiegt wird, weiß Graham: Dieser Ort und diese Zeit sind nichts für ihn.

Nur: Wenn er den Knopf drückt, verschwindet auch Miranda van Storm aus seinem Leben. Und das allein garantiert im Moment die Existenz dieser Welt.